AIDA: Florida & Karibik

Bunter, grandioser, aufregender – das ist Urlaub im Sunshine-State Florida. Und dem noch nicht genug, zeigten uns die unberührten Strände der Karibik wie schön die Welt doch sein kann.

02. Februar 2016, Düren / Miami – Welcome to Miami: Draußen ist es noch stockfinster als uns der Wecker um 4:00 Uhr unsanft aus dem Schlaf reißt. Zunächst schauen wir und ganz verschlafen an, um dann direkt in ein breites Grinsen zu verfallen. Heute ist endlich der Tag gekommen an dem wir sagen können: Miami wir kommen! Also schnell raus aus den Federn, fertig machen und die letzten Sachen in den Koffern verstauen, bevor um 5:20 Uhr Abfahrt in Richtung Kerpen ist. Kerpen? Das klingt nicht nach einem Flughafen…richtig…! Denn diesmal machen wir nicht alleine Urlaub: Auf der Karibik-Kreuzfahrt 2013 haben wir Birgit und Nils kennengelernt und uns so gut verstanden das wir schnell beschlossen: „Wir machen noch einmal zusammen Urlaub“. Und so kommt es, dass wir uns nur wenige Minuten später am P+R Parkplatz an der Kerpener Kreuz gegenüberstehen und uns alle Vier wie kleine Kinder auf die bevorstehende Reise freuen ☺. Schnell sind unsere Koffer verstaut und die Fahrt zum Düsseldorfer Flughafen kann beginnen. Glücklicherweise kommen wir trotz Berufsverkehr einigermaßen gut durch und so parken wir bereits gegen 6:30 Uhr am Flughafen und legen die letzten Meter mit dem Skytrain zurück. Dank Online Check-In werden wir unser Gepäck schnell am Baggage Drop Off los und schlendern noch ein wenig durch die Abfertigungshalle, bevor wir uns in die lange Schlange des Security Checks einreihen. Aber auch das ist irgendwann geschafft und wir vertreten uns bis zum Boarding noch ein wenig die Beine. Unsere Air Berlin Maschine steht am Terminal schon bereit und um 9:30 Uhr beginnt dann (leider leicht verspätet) das Boarding. Also hinein in die Sardinenbüchse und Platz nehmen für die nächsten 10 Stunden. Es gibt Schöneres, aber auch Schlimmeres…zumindest haben wir zwei Reihen direkt hintereinander bekommen und auch zwei schöne Fensterplätze erwischt. Wir zappen schon einmal durch das Inseat-Entertainment, bevor der Sicherheitsfilm läuft und der Pilot anschließend langsam in Richtung Startbahn rollt. Ein leichtes Kribbeln macht sich in unseren Mägen breit…Amerika wird kommen…looooos geht´s! Unsere Maschine hebt ab, das Rheinland wird schnell kleiner unter uns und wir nehmen Kurs gen Westen. Während die Crew noch die ersten Getränke reicht, sehen wir unter uns schon das tiefe Blau des atlantischen Ozeans. Und da sich das die nächsten Stunden auch nicht so schnell ändern wird, beschließen wir uns ein paar Filme anzuschauen, etwas zu lesen oder Musik zu hören. Zwischendurch bekommen wir immer wieder Getränke, ein leckeres warmes Mittagessen und so vergeht die Zeit dann doch schneller als gedacht. Wir stellen unsere Uhren schon einmal sechs Stunden zurück und entdecken schon bald die Inselwelt der Bahamas. Nur ein paar klitzekleine Wölkchen verdecken die Sicht auf kilometerlange Sandstrände und das türkis blaue Meer – ansonsten scheint die Sonne vom herrlich blauen Himmel. Noch während unser Pilot etwas über die aktuellen Wetterdaten und die restliche Flugzeit erzählt, versetzt er unsere Maschine in den Sinkflug. Miami ist nicht weit ☺! Wir blicken noch ganz fasziniert auf das Meer, als unter uns bereits Miami Beach zu sehen ist und nur wenige Minuten später setzen wir schon weich auf amerikanischem Boden mit unserer Air Berlin auf. Wir haben es geschafft: Wir sind da – in Florida - in Miami – und suchen verzweifelt ein paar dunkle Wolken am Himmel. Standen wir heute Morgen noch leicht frierend am Düsseldorfer Flughafen, haben wir jetzt locker 25 Grad Unterschied. Spätestens jetzt wissen wir: Der Urlaub war durchaus keine schlechte Idee ;-). Das Flugzeug leert sich nach und nach und auch wir sind bald an der Reihe und spazieren nur wenige Minuten in Richtung Immigration. Und wir haben Glück: Nico und ich können die Immigration-Automaten nutzen und auch die Schlange bei der normalen Immigration ist für Birgit und Nils enorm kurz. So sind wir bereits 30 Minuten nach der Landung durch die Einreisekontrolle und auf dem Weg zu den Kofferbändern. Koffer flott vom Band geholt und ab nach draußen zum Mietwagen-Center. Wie auch bei unserem Urlaub an der Westküste, haben wir vorab bereits bei Alamo eingecheckt und können nun direkt ins Parkhaus gehen und uns einen Mietwagen aussuchen. Die Fullsize SUV-Choiceline ist gut gefüllt und wir ergattern einen Chevrolet Tahoe mit 32000 Meilen auf dem Tacho und nahezu voll ausgestattet. Ein wahres „Schiff von Auto“. Riiiiesengroß, eben typisch amerikanisch – so haben wir uns das vorgestellt :-D. Also rein mit uns und unserem Gepäck und rauf auf Miamis Straßen…Die Sonne lacht vom Himmel und wir reihen uns in den zäh fließenden Verkehr in Richtung Miami Beach ein. Eine gute Dreiviertelstunde später biegen wir mit unserem Tahoe in die Collins Avenue ein und übergeben unser „Schiff“ wie wir unseren Mietwagen liebevoll nennen an den Valet Parking Mitarbeiter. Unser Hotel, das Blue Moon, gefällt uns auf Anhieb: Modern und freundlich im Design, eine schön gestaltete Gartenanlage und unglaublich hilfsbereite Mitarbeiter an der Rezeption. Auch unser Zimmer überzeugt und hat alles was für unseren zweitägigen Aufenthalt brauchen. Wir sind müde, aber glücklich endlich angekommen zu sein. Da es nun aber erst früher Abend ist, ist noch kein Denken an Schlaf. Wir müssen noch ein paar Stunden durchhalten, damit wir wenigstens einigermaßen in der amerikanischen Zeit ankommen. Also beschließen wir dem nur wenige Minuten entfernten Ocean Drive einen Besuch abzustatten und dort auch gleich eine Kleinigkeit zu essen. Mit seinen farbenfrohen Art Déco Häusern und zahlreichen Nachtclubs ist der Ocean Drive der Top-Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt. Und so sind wir nicht erstaunt, als mit uns noch andere Menschen auf den Gehwegen unterwegs sind und wir zwischendurch auch die ganz besonderen Exemplare á la „Früchte stundenlanger ärztlicher Eingriffe in Laufsteg verdächtigen Hüllen“ zu Gesicht bekommen. Am Ocean Drive gilt wirklich das Motto :„Sehen und gesehen werden“ und jeder stellt freizügig zur Schau wer er ist oder was man hat. Wie im Kino verfolgen wir das Treiben und sind völlig geflashed von so vielen unterschiedlichen Eindrücken. Wir bummeln die Straße einmal hoch und runter, stecken am Miami Beach einmal kurz die Füße in den Sand und beschließen uns dann bei TGI Fridays am Ocean Drive ein kleines Abendessen zu gönnen. Hier, direkt auf dem Gehweg von Miamis Prachtstraße, können wir herrlich beobachten wie sich Ferrari, Lamborghini & Co. ein kleines Stelldichein geben. Auf unseren Tellern landen (wie soll es anders sein) stilechte amerikanische Burger ☺. Und sie schmecken nicht nur amerikanisch, sondern sie haben auch noch eine echt amerikanische Größe…sie sind nämlich riiiiesiiig! Das gefällt vor allem unseren Männern und so sind wir schon bald papp-satt und richtig müde. Es wird Zeit aufs Zimmer zu gehen…noch schnell ein paar Sachen auspacken und dann geht schon bald das Licht aus. Gute Nacht Miami – bis Morgen!

03. Februar, Miami – Ein Tag auf dem Overseas Highway: Wie soll es anders sein? Um 5 Uhr morgens sind, zumindest Drei von uns Vier, hellwach und voller Tatendrang. Der Jetlag lässt grüßen! Während unsere Birgit noch tief und fest schlummert, machen Nils und ich uns schon einmal fertig und studieren anschließend das Ausflugsprogramm für den heutigen Tag und präparieren die Drohne für die anstehenden Filmaufnahmen. Und bei meinem Mann ist eigentlich alles wie immer: Nur nochmal kurz rumdrehen und 10 Minuten dösen – ja ist klar :-D. Gegen 07:30 Uhr sind wir dann aber tatsächlich alle fit für den Tag und freuen uns auf unseren kleinen Road trip: Es geht auf den Overseas Highway – Key West wir kommen! Die Sonne verwöhnt uns auch heute mit ihren herrlich warmen Strahlen und einem nahezu wolkenlosen Himmel. Bei dieser perfekten Kulisse drehen wir die Musik direkt mal ein wenig lauter und fahren mit bester Laune raus aus Miami. Vorbei an zahlreichen, sich im Wind wiegenden Palmen, braungebrannten Strandschönheiten und edlen Luxuskarossen fahren wir dem Süden entgegen. Rund 1,5 Stunden später machen wir unseren ersten Stop beim Walmart Supercenter in Florida City: Zum einen, weil wir unseren Freunden einen Einblick in einen riesigen amerikanischen Supermarkt geben wollen, zum andern weil sich so langsam ein kleiner Hunger in unserer Magengegend breit macht. Also rein in die unglaubliche Auswahl aus Käse, Brot, Spielwaren, Klamotten und Viiiielem mehr. Wir schlendern zunächst wahllos durch die verschiedenen Gänge und erkunden die Vielzahl der Produkte. Nach und nach wandern auch ein paar bekannte Leckereien des letzten USA-Urlaubes in unseren Einkaufswagen…Oreo Kekse, Arizona Ice Tea, Hersheys Schokolade…alles wahre Kalorienbomben. Egal – Urlaub haben wir nur einmal im Jahr ☺! Noch schnell einen Happen zum Frühstück gekauft und schon kann es weitergehen – alle Vier wieder hinein unseren Tahoe und ein paar Meilen weiter zu „Robert is Here“. Der Früchtestand von Robert am Highway ist in ganz Florida bekannt und auch wir müssen einfach einen Stopp bei ihm einlegen. Wie sich herausstellt war das eine super Idee: Frische Papayas, Mangos, Avocados und vieles mehr soweit das Auge reicht. Sein Stand ist eine wahre Pracht von Früchten in allen Formen und Farben. Aber wir sind nicht hier im Obst zu kaufen, sondern um einen seinen legendären Milchshakes zu genießen. Also bestellen wir einen Passionsfruit- und einen Strawberry/Banana-Milchshake und setzen mit diesen Köstlichkeiten im Gepäck unsere Fahrt fort. Eine knappe halbe Stunde brauchen wir noch bis wir das Festland verlassen und endlich auf die Brücke nach Key Largo und somit auf den Overseas Highway einbiegen. 32 Inseln mit 42 Brücken liegen nun vor uns, wenn wir die komplette Strecke bis Key West fahren sollten. Das Meer glitzert türkis blau und kleine weiße Schaumkronen bilden sich sanft an dessen Rand, während wir mit „unserem Schiff“ weiter gen Süden steuern. Wir sehen von Palmen und Mangroven umsäumte Ufer, Riffe die durch das kristallklare Wasser hindurch schimmern und der Overseas Highway macht seinem Namen alle Ehre. Wir kommen aus „Aaaahhh´s“ und „Ooohhhh´s“ gar nicht mehr heraus und können nur staunen über dieses wunderschöne Fleckchen Erde. Je weiter wir dem Highway folgen, desto intensiver wird das Türkis des Meeres und wir entdecken zahlreiche winzige Inseln, welche von endlosen Wassermassen umgeben sind. An der Seven Mile Bridge legen wir einen Stopp ein, parken „unser Schiff“ und schlendern hinüber zur parallel verlaufenden alten Eisenbahnbrücke. Von hier haben wir einen herrlichen Blick auf die neue in 1982 erbaute Brücke, welche gleichzeitig einer der besten Fotospots der Keys ist. Und genau deshalb lässt Nils nun zum ersten Mal in diesem Urlaub seine Drohne starten. Die kleinen Rotorblätter drehen sich immer schneller und nur wenige Sekunden später ist sie bereits in der Luft und Nils steuert sie gekonnt aufs offene Meer hinauf. Während wir am Boden nur staunen können, filmt uns die Drohne und bringt uns somit später hoffentlich einmalige Luftaufnahmen von dieser faszinierenden Landschaft. Es ist noch nicht sonderlich spät und so beschließen wir noch zum nur 15 Meilen entfernten Bahia Honda State Park weiterzufahren. Dieser State Park ist ein echtes Juwel, an welchem leider 99% aller Key West-Besucher achtlos vorbei fahren. Mit dem Calusa Beach am Golf von Mexiko und dem Sandspur Beach am Atlantik bietet er auf insgesamt 4 Kilometern die schönsten Sandstrände der Florida Keys und die wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Also flott den Eintritt zahlen, Auto parken und rein ins karibische Vergnügen ☺. Und die Reiseführer haben wirklich nicht zu viel versprochen: Wir blicken auf eine wunderschöne Szenerie aus großen, sich sanft im Wind wiegenden Palmen, schneeweißem Sandstrand und türkis schimmerndem Wasser. Völlig fasziniert von dieser Postkartenidylle, lassen wir einige Minuten einfach unsere Blicke und Gedanken umher schweifen. Mit einem Blick in den wolkenlosen Himmel kommt richtiges Karibik-Feeling bei uns auf und wir freuen uns wie kleine Kinder morgen auf die AIDAvita zu gehen und mit ihr in Richtung karibisches Meer zu schippern ☺. Mittlerweile ist es bereits 14 Uhr und wir beschließen uns die Weiterfahrt nach Key West schenken lieber in aller Ruhe zurück nach Miami zu düsen. Also wieder alle Mann rein ins Auto und los geht`s. Mit lauter Musik und bester Laune im Gepäck düsen wir die knapp 150 Meilen zurück nach Miami – das aber nicht ohne uns bei „Rooooobeeeeert“ noch einmal einen leckeren Milchshake zu holen. Da er mit seinem Obststand quasi auf dem Weg liegt, lassen wir das Abendessen ausfallen und gönnen uns stattdessen lieber noch einmal einen der sehr köstlichen Shakes. Mhhhm yammi ☺. Gegen 18 Uhr kommen wir dann leicht geschafft in Miami Beach an, fahren noch eine Runde über den Ocean Drive, bevor es für uns alle unter die Dusche geht. Wir sind noch ziemlich vom Jetleg geschafft, sodass wir es nach Fotos und Videos sichten nicht noch länger aushalten. Also sagen wir: Gute Nacht und bis Morgen – dann geht’s in die Everglades und auf AIDAvita!


04. Februar, Miami – Besuch der Everglades und hallo AIDAvita: Der Jetleg hat uns leider immer noch fest im Griff und weckt uns wieder gegen 5 Uhr. Wir drehen uns alle noch einmal von rechts nach links, dösen noch etwas, bevor Nils gegen 7 Uhr den Tag ganz sportlich beginnen möchte. Er schält sich in seine Laufklamotten und erkundet die Promenade und den Strand von Miami Beach im morgendlichen Sonnenschein, während wir anderen uns langsam fertig machen und die Koffer zusammenpacken. Gegen 8:30 Uhr ist unserer Vierer-Gespann dann startklar, checken aus und verladen unser Gepäck in unserem wuchtigen Tahoe. Wir können uns an die Größe unseres Mietwagens irgendwie immer noch nicht gewöhnen und so huscht uns allen ein breites Grinsen übers Gesicht als der Concierge denkt, dass dieses riiiiiesengroße Auto für Birgit alleine wäre. Nun ja – das ist eben Amerika :-D! Wir programmieren unser Navi auf einen Touranbieter in den Everglades und düsen los. Ein letztes Mal fahren wir den Ocean Drive entlang, überqueren die Brücke von Miami Beach nach Miami und steuern dann immer weiter stadtauswärts. Während der Verkehr schnell weniger und die Straßen deutlich leerer werden, wird die Landschaft um uns herum immer ländlich und vor allem sumpfiger. Wir merken deutlich, dass wir uns den berühmten Everglades nähern. Wir haben uns heute für eine Tour bei Buffalo Tiger´s Airboat Adventures entschieden und fahren so an den zahlreichen anderen Touranbietern entlang der Straße vorbei. Wie sich herausstellt war das eine super Entscheidung, denn als wir dort ankommen sind wir das einzige Auto auf dem Parkplatz und tatsächlich auch die einzigen Gäste für die nächste Tour. Um 10 Uhr nehmen wir zu viert in einem der Airboats Platz und unser Guide steuert das Boot gekonnt in die Sumpflandschaft hinaus. Eine rasante Fahrt beginnt ☺. Der Fahrtwind pfeift uns um die Nase, unsere Haare fliegen nach hinten und wir düsen mit einer Mordsgeschwindigkeit über die Sümpfe. Hier und da sehen wir Schildkröten ins Wasser hüpfen und Vögel aus den Gräsern starten, aber ein Alligator ist zunächst noch nicht in Sicht. Aber der erste soll nicht lange auf sich warten lassen: Als das Boot langsamer wird und unser Guide beginnt schnalzende Laute von sich zu geben, sehen wir in etwa 15 Meter Entfernung einen Alligator auf uns zu schwimmen. Geschmeidig bahnt er sich seinen Weg durchs Wasser, klettert elegant aus dem Wasser heraus und legt sich auf die kleine sumpfigen „Insel“ neben unserem Boot. Im ersten Moment verschlägt es uns etwas den Atem und wir rücken auf dem Boot etwas enger zusammen. Hauptsache so viel Platz wie möglich zwischen uns und den Alligatoren bringen :-D. Während der Guide ganz nah an das „kleine Ungeheuer“ heran geht und es mit etwas Gras füttert, erzählt er uns viel Wissenswertes über die Tiere und deren Unterschiede zu den Krokodilen. Anschließend düsen wir weiter über die Sümpfe und halten an verschiedenen kleinen Inselchen an und können immer wieder kleine und große Alligatoren bestaunen. Nach einiger Zeit sind wir auch schon gar nicht mehr ängstlich und beginnen fasziniert Fotos und Videos aufzunehmen. Eins der Tageshighlights geschieht jedoch als ein großer männlicher Alligator mit unserem Guide eine kleine Show aufführt. Er öffnet sein Maul und zeigt uns seine riiiiesigen Zähne – der Kleine hat wohl Hunger ;-). Mit gekonnten Bewegungen seines Armes bringt der Guide das Tier dazu sich auf die Vorderfüße zu stemmen und den Kopf mit seinem gewaltigen Maul gen Himmel zu strecken. Noch total beeindruckt von dem aufgeweckten Alligator „fliegen“ wir mit unserem Airboat weiter über die Glades und erhalten zum Schluss der Tour unser ganz persönliches Highlight: Wir sehen eine Alligator-Mama mit ihren Babies ☺! Ganz versteckt liegt sie inmitten der hohe Gräser und döst in Sonne, während ihre Kleinen die Sümpfe um sie herum unsicher machen. Einfach traumhaft das live mitansehen zu dürfen – da geht uns förmlich das Herz auf. Nach diesem letzten tollen Erlebnis kommen wir schon bald wieder an der Anlegestelle an und eine hervorragende Tour geht zu Ende. Es war eine Stunde in den Sümpfen der Everglades, welche uns mit ihren einzigartigen Erlebnissen sicherlich lange in Erinnerung bleiben wird. Keine Massenabfertigung, sondern Natur pur - großes Kompliment an das Team von Buffalo Tiger´s! Nun ist es etwa 11 Uhr und für uns heißt es: Ab zum Flughafen! Flughafen? Ja, ganz genau – nach etwa einer Stunde Fahrt geben dort unseren lieb gewonnen Chevrolet Tahoe zurück, weil nun das nächste Highlight auf dem Programm steht: AIDA wir kommen! Und schneller als wir denken kommen wir mit dem Taxi am Hafen an und AIDAvita lächelt uns entgegen. Endlich wieder Zeit für´s Schiff – endlich wieder AIDA ☺. Mit einer großen Portion Vorfreude im Gepäck bringen wir den Check-In schnell hinter uns und erfahren dort das unsere Kabinen sogar schon bezugsfertig sind. Na hervorragend – das klappt ja wie am Schnürchen! Also bringen wir schnell einige Sachen auf die Kabine, um dann unseren ersten kleinen Schiffsrundgang zu starten. Von der Anytime, über das Pooldeck bis ganz nach vorne an Bug schlendern wir und genießen die schöne Bordatmosphäre. Es ist einfach immer wieder schon auf AIDA zu gehen – wir fühlen uns immer gleich wie zu Hause Einfach ankommen und wohlfühlen! Und zum Wohlfühlen gehört natürlich auch ein leckerer Begrüßungscocktail, welchen wir uns an der Poolbar genehmigen. Stöööößchen – der Urlaub kann beginnen. Es ist noch recht früh und das Schiff entsprechend unglaublich leer und so beschließen wir den Rest des Tages am und im Whirlpool am Bug zu verbringen. Wir lassen die Seele baumeln und die ersten Tage Revue passieren, während uns die Sonne auf den Bauch scheint. Es könnte wirklich schlimmer sein ☺. Nach und nach füllt sich das Schiff und immer mehr Gäste kommen uns mit langen Hosen und müden Gesichtern entgegen, während wir in Bikini und Badehose entspannt am Pool liegen. Wirklich klasse ohne Jetleg und Reisestrapazen bereits jetzt das AIDA-Feeling genießen zu können – das gefällt uns. Gegen 17 Uhr machen wir Schluss mit dem Sonnenbaden und beschließen die Koffer auszupacken und uns für den ersten Abend an Bord fertig zu machen. Wir suchen uns einen schönen Tisch im Calypso Restaurant und genießen das leckere Essen. Gesunder Salat, deftiges Fleisch und ofengegarte Kartoffeln finden sich genauso auf unseren Tellern wie ein leckeres Eis mit frischem Obst. Mhhhm, das schmeckt! Anschließend lassen wir lassen den Abend an der schönen Ocean Bar auf Deck 7 ausklingen. Mit einer frischen Meeresbrise um die Nase und einem schmackhaften Cocktail in der Hand genießen wir die abendlichen Stunden an Bord. Herrlich!

05. Februar, Miami: Brrrr – als wir früh morgens an Deck gehen, weht ein kalter Wind! Das Wetter meint es heute leider nicht gut mit uns – Miami versinkt unter einer dunklen Wolkendecke – da ist wohl warm anziehen angesagt. Für heute haben wir eine geführte Stadttour mit Banana Joe Tours gebucht und wir werden pünktlich um 9:30 Uhr am Hafenterminal von Natascha – unserem Guide für den heutigen Tag - abgeholt. Wir sind in einer kleinen Gruppe von zehn Personen unterwegs und steuern als erstes Etappenziel Miami Beach an. Im dichten Rushhour-Verkehr bahnen wir uns den Weg zum South Pointe Park. Dieser Park liegt am südlichen Ende von Miami Beach und von hier haben wir nicht nur einen schönen Blick auf Fisher Island (die Insel der Schönen und Reichen), die Hochhäuser von Miami Beach, sondern auch eine tolle Aussicht über den gesamten Küstenstreifen. Obwohl uns der Wind stark und eiskalt ins Gesicht weht, genießen wir den herrlichen Ausblick und staunen über die Gewalt mit der die Wellen gegen die Mauer klatschen. Meterhoch spritzt die Gicht und macht einen Teil des Holzstegs ziemlich nass. Es ist immer nicht immer sonniges Wetter in Miami ;-)! Nach einem kurzen Spaziergang zurück zu unserem Van geht es mit interessanten Erzählungen unserer Natascha weiter in Richtung Collins Avenue und Ocean Drive. Vorbei an unzähligen Boutiquen, kleinen Restaurants oder auch großen Mode-Geschäften, fahren wir schon bald auf dem weltberühmten Ocean Drive. Für uns mittlerweile schon nicht mehr neu, beobachten wir aber die anderen Gäste, welche sich gespannt umschauen und die bunten Eindrücke in sich aufsaugen. Mit einem kleinen Stopp an Gianni Versace´s berühmten Anwesen inmitten des Ocean Drive verlassen wir die Glitzerwelt von Miami Beach mit seinen unzähligen Palmen und schön gestutzten Grasflächen. Der Verkehr hat sich mittlerweile etwas entspannt und so kommen wir schnell über die Brücke und steuern Miami entgegen. Wie, Miami? Waren wir nicht schon die ganze Zeit in Miami? Streng genommen nicht, denn Miami Beach ist eine eigenständige Stadt – mit horrenden Wohn- und Hotelpreisen – und liegt sozusagen vor den Toren von Miami. Das Wetter klart langsam ein wenig auf und wir können kleine blaue Flecken zwischen den Wolken verdecken – na also, wird doch ☺. Natascha steuert mit uns den Brickell Park an, welcher inmitten der gigantischen Wolkenkratzer an der Südspitze von Miami direkt am Wasser liegt. Am Fuße der auf Hochglanz polierten Hochhäuser liegen einige sündhaft teure Yachten wo sich die jeweiligen Crews gerade auf das nächste Auslaufen mit ihren gut situierten Besitzern vorbereiten. Es wird geputzt und gewienert, damit alles blitzt und blinkt sobald die Chefs mit ihrer Familie oder Gästen an Bord kommen. Während wir dem Schauspiel für einige Minuten zuschauen, entdeckt unsere Birgit plötzlich einen Delfin in der Bucht. Seine graue Heckflosse taucht mehrfach aus dem Wasser auf und wir freuen uns wie kleine Kinder diesen schönen Meeresbewohner hier durch Zufall zu Gesicht zu bekommen. Während er seelenruhig seine Kreise zieht und bald wieder in Richtung offenes Meer schwimmt, schießen wir noch ein paar Fotos von unserer AIDAvita wie sie wunderschön Hafen liegt. Unser nächstes Ziel ist Coconut Grove – ein Stadtteil von Miami welchen zum Großteil von gut verdienenden Amerikanern bewohnt wird. Hübsche, teilweise denkmalgeschützte Gebäude und Häuser reihen sich aneinander und bieten ein tolles Bild. Während uns Natascha viele Insider Infos rund um das Leben in und um Miami gibt, blicken wir in schön gestaltete Vorgärten, teure Autos und eben stilvoll gepflegte Häuser und Villen. Jaaa, hier lässt es sich bestimmt gut leben ☺. Als nächstes Etappenziel steuern wir Coral Gables an – das Städtchen außerhalb von Miami wird liebevoll „The City Beautiful“ genannt und trägt diesen Namen zu Recht. Beim hindurch schlendern werden uns das mediterranes Flair sowie die vielen spanisch inspirierten Straßennamen schnell deutlich. Coral Gables ist anders - anders als Miami, anders als Miami Beach und auch als Coconut Grove. Wir staunen nicht schlecht als wir vor dem berühmten Biltmore Hotel stehen und uns Natascha berichtet, dass dieses Luxushotel eine heiß begehrte Kulisse für zahlreiche Kinofilme und Fernsehserien ist. Wir spazieren auch hier ein wenig durch Gegend, schießen das ein oder andere Foto, bevor uns Natascha wieder einsammelt und zu unserem vorletzten Stop transportiert. Es geht nach Little Havanna – einem kleinen Stück Kuba im Herzen von Miami. Hier zeigt sich das multikulturelle Miami von seiner besten Seite. Vorbei an Obstständen und kubanischen Zigarrenläden spazieren wir wenige Minuten später die Calle Ocho entlang und werden dabei von kubanischen Klängen aus einem der zahlreichen kleinen Restaurants begleitet. Wir merken ziemlich schnell, dass Spanisch hier eindeutig Vorrang hat und vor allem die älteren Einwohner kein Wort Englisch sprechen können oder wollen. Wir genießen noch ein wenig das lateinamerikanische Flair, bevor uns Natascha mit unserem Banana Joe Van wieder einsammelt. Nun geht es zurück zum Schiff und die Tour neigt sich dem Ende entgegen. Wir fahren noch durch Downtown Miami, bevor ein Teil der Gäste am Bayside Marketplace zum Shopping abgesetzt wird und wir zurück zur AIDA gebracht werden. Eine schöne Tour mit tollen und interessanten Eindrücken rund um Miami geht zu Ende und relaxen für den restlichen Nachmittag an verschiedenen Orten auf dem Schiff. Nach der vorgeschriebenen Rettungsübung heißt es abends dann wieder: Schick machen und bereit halten für das Abendprogramm. Doch bevor wir zum Essen gehen und anschließend (wie immer) einige der leckeren Cocktails zu uns nehmen, steht noch das Auslaufen an. Und das ist bei AIDA immer ein ganz besonderes Ereignis: Gegen 18 Uhr versammeln sich nahezu alle Gäste auf den Außendecks der Vita und warten auf das Ertönen des lauten Typhoons, welches mit „drei Mal Hupen“ unser Ablegen einläutet. Während der Himmel über Miami langsam immer dunkler wird und die Nacht hereinbricht, erklingt die alte bekannte Sail away-Melodie und AIDAvita löst sich langsam von der Pier. Gänsehaut macht sich breit und viele Gäste summen leise mit: Sail away, sail away, sail away! Langsam schieben wir uns aus dem Hafenbecken hinaus und Fisher Island entgegen. Vorbei an den zahlreichen Millionärswohnungen und –häusern steuert unser Kapitän Hanjo Müller uns aufs offene Meer hinaus. Und schnell merken wir, dass die keine ruhige Nacht wird: die hohen Wellen bringen AIDAvita schnell ins Schaukeln und einige Gästen werden schon leicht grün um die Nase. Nun ja – das ist eben eine Kreuzfahrt ;-). Aufgrund des schlechten Wetters - wird zu späterer Stunde und zu unserer großen Enttäuschung – leider die standesgemäße Welcome Poolparty abgesagt und stattdessen in die AIDA Bar verlegt. Das hatten wir auch nicht, aber irgendwann ist ja bekanntlich immer das erste Mal! Dementsprechend platzt die AIDA Bar um 21:15 Uhr aus allen Nähten als der General Manager und unsere Entertainment Manager die „magischen Worte“ aussprechen: Sie haben Uuuurlaaauuub! Mit einem oder auch zwei leckeren Gläschen Sekt stoßen wir gemeinsam auf ein paar schöne und vor allem erlebnisreiche Tage an Bord an und fallen ein paar Stunden später dann müde ins Bett.

Nächste Seite