AIDA: Norwegen

Unberührte Natur, faszinierende Landschaften und charmante Städte zwischen Tradition und Moderne entdeckten wir auf unserer Kurzreise mit AIDAsol in Norwegen.

14.05.14 Lange mussten wir auf unsere AIDA-Kreuzfahrt glücklicherweise diesmal nicht warten. Erst vor 25 Tagen gebucht, ging es am 14. Mai mit dem Auto in Richtung Hamburg. Nach guten 3 Stunden kam Hamburgs Hafen City in Sichtweite und AIDAsol empfing uns bereits mit ihrem Lächeln. Auch das Hamburger Wetter meinte es gut mit uns und die ersten Sonnenstrahlen lugten durch die Wolkendecke. Was für ein traumhafter Reisebeginn! Nachdem wir das Auto im Parkhaus Überseequartier (5€ pro Tag) abgestellt hatten, gaben wir unsere Koffer im Cruise Terminal ab. Da der Check-in erst um 12 Uhr begann, überbrückten wir die Zeit mit einem Spaziergang durch die Speicherstadt bis zum Hafen. Das Wetter wurde zwischenzeitlich immer besser und die Sonne gewann die Oberhand. Wir genossen den Ausblick auf Hamburgs Sehenswürdigkeiten, grüßten Michel & Co. und ließen uns vom Hafenflair mitreißen. Irgendwann hielt uns dann nichts mehr am Hafen und wir wollten nur noch eins: Endlich auf´s Schiff. Also schnell zurück in die Hafen City und in die Check-in-Schlange gestellt. Um 13:30 Uhr enterten wir AIDAsol und nahmen alle Bereiche in Augenschein. Unser Rundgang endete, wie sollte es auch anders sein, an der Ocean Bar. Mit einem traumhaften Blick auf den Hamburger Hafen genehmigten wir uns einen ersten Latte Macchiato. Gleich nach der Kabinenfreigabe wollten wir uns unsere über AIDA Vario zugeteilte Innenkabine ansehen. Diesmal hatte es uns mittig auf Deck 7 verschlagen. Die Kabine war nach gewohnt schönem AIDA-Standard eingerichtet und wirkte hell und freundlich. Ich war erleichtert, dass sie trotz des fehlenden Fensters bzw. Balkons nicht beengt war und wir fühlten uns gleich wieder wie zuhause. Endlich an Bord – der Urlaub konnte beginnen! Um 18 Uhr sollte das erste Highlight unserer Reise folgen: Das Auslaufen durch den Hamburger Hafen. Als wir Hamburg im letzten Jahr zum Hafengeburtstag besuchten und die zahlreichen AIDAs in den Hafen Ein- und Auslaufen sahen, war für uns klar: das wollen wir auch mal erleben. Und nun war es endlich soweit: wir suchten uns ein schönes Plätzchen auf der Steuerbordseite und verfolgte das ergreifende Auslaufen. AIDAsol verabschiedete sich mit drei lautstarken Typhoon-Klängen aus Hamburg und fuhr nun ganz langsam an der Speicherstadt und den Landungsbrücken vorbei. Dabei winkten uns unzählige Menschen zu und wir ließen es uns nicht nehmen von der Reling zurück zu winken. Gänsehautfeeling pur: Auslaufen in Hamburg ist wirklich etwas ganz Besonderes!

15.05.14 Unsere erste Etappe führte uns nun über 556 Seemeilen oder auch 1029 Kilometern von Hamburg nach Bergen. Die Überfahrt war sehr wackelig und teilweise mit Böen der Windstärke 9-10 auch schon ein kleines Abenteuer. Überall sah man Leute, welche in den Gängen plötzlich stark nach rechts oder links schwankten. Natürlich vollkommen unfreiwillig – dem Einen zauberte dies ein Lachen auf´s Gesicht, dem Anderen war gar nicht mehr zu Lachen und so wurden die Spuktüten auf den Gängen verteilt. Wir blieben von der Seekrankheit glücklicherweise verschont und konnten so die ersten Stunden an Bord in vollen Zügen genießen. Wir ließen es auf der Welcome Party und anschließend in der Anytime Bar so richtig krachen und stießen mit dem ein oder anderen alkoholischen Getränk auf unseren Urlaub an. Es war einfach soooo schön und kaum zu glauben endlich wieder auf AIDA zu sein. Am folgenden ersten Seetag erkundeten wir noch ein wenig das Schiff und entdeckten viele wundervolle Plätze zum entspannen. Den Blick den ganzen Tag aufs Meer gerichtet, konnten wir den Alltag hinter uns lassen und die Seele baumeln lassen. Das tat richtig gut! Als sich am Abend die Sonne blicken ließ, konnten wir einen einzigartigen Sonnenuntergang über dem Meer bewundern. Das lud zum Träumen und Fotografieren ein. Wer hätte gedacht, dass es der Wettergott auf einer Nordlandtour so gut mit uns meint?!

16.05.14 Am nächsten Morgen klingelte unser Wecker sehr früh, denn wir wollten das Einlaufen in Bergen bzw. die Fahrt durch die vorgelagerten Fjorde in keinem Fall verpassen. Also verschlug es uns gegen 6 Uhr aufs Pooldeck und wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Zunächst entdeckten wir einen wunderschönen Regenbogen, welcher sich über einem typisch norwegischen Dorf mit kleinen roten Häusern erstreckte. So bot sich uns, gemeinsam mit den dunklen Regenwolken und der durchschimmernden Sonne, eine sagenhafte Szenerie. Wir waren uns sicher: jetzt sind wir in Norwegen! Als wir dann um 9 Uhr am Bontelabo Pier angelegt hatten, gingen wir als eine der ersten Passagiere von Bord. Bei unserer ganz persönlichen Stadttour schauten wir uns die Hansehäuser von Bryggen mit ihrer faszinierenden Holzarchitektur und ihren alten, engen Gassen an. Natürlich dürfte ein Besuch des berühmten Fischmarkts genauso wenig fehlen, wie eine Fahrt mit der Floibahn hinauf auf den Floyen Berg. Der Floyen liegt 320 Meter über dem Meer und kann sowohl zu Fuß als auch per Standseilbahn erobert werden. Wir entschieden uns für die Seilbahn und kauften uns 2 Tickets für je 40 Norwegische Kronen. Die Fahrt dauerte keine 5 Minuten und von der Aussichtsplattform konnten wir die Größe und Schönheit der Stadt entdecken. Es bot sich uns ein atemberaubender Blick auf Bergen, die umliegenden Fjorde und Berge und natürlich AIDAsol, wie sie friedlich im Hafen lag. Die regenreichste Stadt Europas meinte es gut mit uns: die Sonne kam durch und alles erstrahlte unter blauem Himmel. Einen besseren Ausblick vom Floyen kann man wahrscheinlich gar nicht haben – wir freuten uns riesig das uns dieses Glück beschert wurde. Nachdem wir reichlich Erinnerungsfotos geschossen hatten, wanderten wir zum idyllischen See Skomakerdiket. Auf dem Weg dorthin zog uns die norwegische Landschaft in ihren Bann und wir bestaunten die ersten kleinen Wasserfälle und eine üppig grüne Vegetation. Als wir wieder an der Bergstation der Floienbahn angekommen waren, wanderten wir in gemächlichem Tempo den schönen Weg nach Bergen zurück. Insgesamt haben wir für die Wanderung auf dem Floyen und den Weg hinuter ca. 1,5 Stunden benötigt, welche es wirklich wert waren. Für uns hatte Bergen einen ganz eigenen Charme, welche wir mit einer guten Mischung aus vielseitiger Stadtkulisse und unglaublicher Natur in Erinnerung behalten werden. So verabschiedeten wir uns um 18 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und mit drei lauten Typhoon-Lauten von dieser einmaligen Stadt. Und während Bergen hinter uns immer kleiner wurde, hofften wir auf ein baldiges Wiedersehen.

17.05.14 Unsere anstehenden 192 Seemeilen nach Ulvik verliefen nun quer durch die norwegische Fjordlandschaft. Wir genossen den Abend bei leckeren Cocktails in der AIDA Bar und ließen unsere Blicke noch oft nach draußen schweifen, um so viel wie möglich von den Fjorden zu sehen. Am nächsten Morgen klingelte unser Wecker wieder sehr früh und so fanden wir uns um 5.30 Uhr auf dem Pooldeck ein, um den Sonnenaufgang im Eidfjord zu erleben. Leider wurde uns dieser durch die zahlreichen Wolken am Himmel vergönnt. Durch die unvergleichlich schöne Landschaft wurden wir aber gebührend entschädigt: der Fjord begrüßte uns mit schneebedeckten Bergen, zahlreichen sich in die Tiefe stürzenden Wasserfällen und urig schönen Häusern an seinen Ufern. Gegen 7 Uhr kamen wir in Ulvik an und lagen dort bis 10 Uhr auf Reede, um zahlreiche Passagiere mit den Tenderbooten an Land zu bringen. Da wir keinen AIDA-Ausflug gebucht hatten, fuhren wir, wie die meisten anderen AIDA-Gäste, noch weiter durch den Fjord in das beschauliche Örtchen Eidfjord. Laut unseres Käpitäns Herr Gärtner war das Anlegemanöver an diesem Tag dort wohl nicht ganz einfach: starke Windböen hätten das Anlegen fast verhindert und wir hätten per Tenderboot von Bord gebracht werden müssen. Aber glücklicherweise ging alles gut und die Sol konnte wie geplant an der Pier festmachen. Als das Schiff gegen 11:30 Uhr zum Landgang freigegeben wurde, schlenderten wir zur örtlichen Touristeninformation. Denn bereits zuhause hatten wir uns überlegt den Eidfjord auf eigene Faust zu erkunden und um möglichst viel zu sehen, hatten wir uns für Mountainbikes entschieden, welche ich uns bei der Touristeninfo reserviert hatte. Also flott die Bikes abgeholt und rauf auf´s Rad . Wir fuhren entlang des Fjordes vorbei an saftig grünen Wiesen, niedlichen Schafherden und natürlich unzähligen Wasserfällen. Wir wurden von der Schönheit Fjordnorwegens vollkommen überwaltigt und staunten über die schneebeckten Berge mit ihren steil abfallenden Wasserfällen. Nach guten 7 Kilometern radeln gönnten wir uns eine Pause: mit Blick auf das Sima-Wasserkraftwerk und den Fjord-Seitenarm stärkten wir uns für unsere Weiterfahrt. Wir wollten schließlich noch weiter in das Simatal vordringen und abseits der asphaltierten Straßen bis in die Nähe des Talschlusses gelangen. Dort gab es laut Internetangaben weitere sehr schöne Wasserfälle zu sehen. Also schwangen wir uns wieder auf´s Rad und gingen mutig die nächsten Kilometer an. Diese verlangten unserer Kondition jedoch einiges ab, da es stetig bergauf ging und uns ein starker Gegenwind das Fahren zusätzlich erschwerte. Aber was tut man nicht alles für unbeschwertes Radeln abseits der normalen Touristenstrecken, um so das ursprüngliche Fjordleben kennenzulernen?! Vorbei an typischen norwegischen Holzhäusern und zahlreichen Bachläufen kämpften wir uns die 5 Kilometer lange Strecke bergauf und genossen währenddessen immer wieder schöne Ausblicke auf die beeindruckenden Berghänge und ihre Wasserfälle. Mittlerweile war es 14 Uhr und wir entschlosen uns die Rückfahrt anzutreten. Diese verlief erstaunlicherweise äußerst schnell: in die Pedale treten mussten wir nun kaum noch und eh wir uns versahen waren wir bereits wieder am Ende des Fjordseitenarms und am Sima-Wasserkraftwerk angekommen. Das Bergauf fahren auf dem Hinweg hatte also doch noch seinen Gutes gezeigt . Wir ließen uns und unsere Räder zurück nach Eidfjord rollen, gaben die Räder zurück und ließen den Tag auf dem Pooldeck von AIDAsol ausklingen. Glücklicherweise erfolgte dort ab 17 Uhr das Bar-Chef-Shaken und so ließen wir uns einen leckeren AIDA Cocktail frisch mixen. Mhhmm und der schmeckte richtig gut – wir hatten uns ihn auch redlich verdient. An diesem Abend hatten wir richtig großen Hunger und gingen daher früh ins Markt Restaurant auf Deck 9. So kam es, dass wir das Auslaufen erstmals nicht vom Pooldeck, sondern beim Essen verfolgten. Der bekannte AIDA-Auslaufsong “Sail away” von Enya erklang und wir verabschiedeten uns schweren Herzens aus dem Fjord. Gerne wären wir dort noch einen Tag länger geblieben – mit Sicherheit besuchen wir dieses schöne Fleckchen Erde nochmal. “Ha det, Eidfjord” – mach´s gut und auf Wiedersehen!

18.05.14 Nun brach unsere letzte Etappe der Reise an. Sie führte uns über 532 Seemeilen oder auch 985 Kilometer aus den norwegischen Fjorden zurück nach Hamburg. Am folgenden Seetag schwankte es nicht ganz so heftig wie auf der Hinfahrt. Aber auch dies war für manche Passagiere bereits genug, um erneut seekrank zu werden. Wir hatten auch diesmal wieder Glück und konnten den Tag so in vollen Zügen genießen. Bereits von zuhause hatten wir für uns Plätze für die Wellness Oase reserviert. Bei Nordsee-Schmuddelwetter erlebten wir innerhalb der Oase einen wunderschönen Tag mit sommerlichen Temperaturen. Die Crew verwöhnte uns mit frischem Obst und leckeren Teekreationen, während wir bei Entspannungsmusik vollkommen abschalten konnten und einige Bäder im riesigen Whirlpool geniessen konnten. Für uns ein rundum gelungener Tag, um Körper und Seele in Einklang zu bringen. Leider ging auch dieser Tag rasch zu Ende und so waren wir am letzten Abend unserer Reise angekommen. Das Theatrium war bei der Farewell-Show bis auf den letzten Platz gefüllt, das AIDA Show-Ensemble gab noch einmal richtig Gas und so stießen wir bei einem Glas Sekt mit der Crew auf einen gelungenen Urlaub an.

19.05.14 Am nächsten Morgen standen wir bereits wieder sehr früh auf dem Pooldeck. Denn bei echtem Hamburger Nieselwetter trafen sich viele Passagiere und auch Teile der Crew, um AIDAstella in Hamburg zu begrüßen. Sie war bereits die ganze Nacht mit uns die Elbe heruntergefahren und legte nun am frühen Morgen in Altona an. Als wir uns der AIDA Schwester näherten erkannten wir bereits, dass sich auch zahlreiche Passagiere auf AIDAstella eingefunden hatten, um uns zu begrüßen. So winkten wir uns gegenseitig von den Decks der beiden AIDA-Schiffe zu, während AIDAsol langsam weiter in den Hamburger Hafen einfuhr. Den krönenden Abschluss des Schwesterntreffens boten uns die beiden Kapitäne, welche zur Feier des Tages die Schiffshörner laut erschallen ließen. Ganz Hamburg muss uns gehört haben – ein ergreifender Augenblick und ein würdiger Abschluss einer sagenhaften Reise. In der Hafen-City verabschiedeten wir uns schweren Herzens von unserer AIDAsol und wünschten ihr für den Sommer noch viele schöne Reisen und immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel im hohen Norden. Für uns hieß es leider: bye bye Hamburg und auf Wiedersehen AIDAsol. Danke für eine sagenhaften Reise! Auf AIDAsehen im Dezember 2013!