AIDA: Westliches Mittelmeer (Kurzreise)

Pulsierende Metropolen, goldgelbe Sandstrände und mediterranes Flair: All das und noch viel mehr war die Kurzreise mit AIDAaura von Mallorca über Cannes bis nach Barcelona.

20. Oktober 2015, Düren / Palma de Mallorca: Mit tiefhängenden grauen Wolken und ungemütlichen sieben Grad starten wir in den Tag. Typisches deutsches Herbstwetter eben…! Aber das ist uns heute egal, denn für uns geht es heute nach Mallorca auf die wunderschöne AIDAaura. Fünf, hoffentlich wunderschöne spätsommerliche Tage, stehen uns im Westlichen Mittelmeer bevor und geben uns die Möglichkeit dem Alltag für kurze Zeit zu entfliehen. Also heißt es bestens gelaunt: Die letzten Sachen im Koffer verstauen und dann ab zum Flughafen. Die Deutsche Bahn bringt uns dann auch einigermaßen pünktlich nach Düsseldorf und so haben wir bereits gegen 09:30 Uhr erfolgreich eingecheckt. Jetzt noch schnell ein frisch belegtes Brötchen in der nächsten Bäckerei kaufen, die Zeit bis zum Abflug mit Windows-Shopping verbringen und ehe wir uns versehen sitzen wir schon in der Air Berlin-Maschine, welche uns nach Palma bringt :-). Die folgenden zwei Stunden vergehen sprichwörtlich wie im Flug. Nach unseren letzten Langstreckenflügen kommt uns dieser heute wie ein Katzensprung vor: Hinsetzen, etwas trinken und eine Kleinigkeit essen und schon taucht unter uns das herrlich blau schimmernde Mittelmeer auf. Die dichte Wolkendecke, welche uns bisher begleitet hat, lichtet sich und wir scheinen dem Spätsommer immer näher zu kommen. Als wir dann mit dem Landeanflug auf die Größte der Belearen-Insel beginnen, stiehlt sich die Sonne durch die Wolken und taucht das Eiland in wunderschönes Licht. Türkis schimmernde Buchten und goldgelbe Sandstrände lassen sich bereits aus der Luft erahnen…das macht Lust auf mehr :-). Bei angenehmen 20 Grad steigen wir aus dem Flieger und das trübe deutsche Herbstwetter ist vergessen. Wir holen unseren Koffer vom Band und lassen uns mit dem Taxi zum Cruise Terminal fahren. Wir fahren nur ein kleines Stück die Autobahn entlang, bevor wir nach Palma abbiegen. Schon bald fahren wir an Palma´s Wahrzeichen der großen gotischen Kathedrale vorbei. Majestätisch thront sie über der Bucht und wird von zahlreichen Touristen mit ihren Fotoapparaten belagert. Während wir weiter in Richtung Cruise Terminal fahren, bestaunen wir die teuren Boote im Yachthafen und entdecken plötzlich gaaaaaanz weit hinten die kleine AIDAvita. Fast schon ein bißchen hinter der Costa X versteckt, lugt sie mit ihrem roten Kussmund und großen Kullerauge hervor. Und schon ist das altbekannte Gefühl wieder da: Pure Vorfreude – juhuuuuu! Gleich geht’s endlich wieder aufs Schiff :-)! Nur wenige Minuten später setzt uns der Taxifahrer dann am Cruise Terminal ab, wir übergeben unsere Koffer an die Hafenmitarbeiter und gehen zum Check-In. Und zu unserer Freude ist absolut nichts los – wir können direkt zum Counter gehen, erhalten unsere Bordkarten und schon finden wir uns an der Gangway wieder. „Herzlich Willkommen Zuhause“ steht drauf und das beschreibt genau unser momentanes Gefühl: Ankommen auf AIDA, ist eben wie nach Hause kommen :-). Wir spazieren im Inneren des Schiffes einmal vom Bug zum Heck, fahren dann mit dem Aufzug zum hinauf in die Anytime Bar und bestellen unsere ganz persönlichen Welcome-Cocktails. Mit einem wunderschönen Blick auf Palma lassen wir uns den ersten „Swimmingpool“ und „Mai Tai“ so richtig schmecken. Hier und da blinzelt die Sonne durch die Wolken und läutet damit ein paar hoffentlich unvergessliche Tage an Bord ein. Wir drehen anschließend ein paar Runden auf dem Pooldeck, bevor es uns am späten Nachmittag auf die Kabine zieht. Diesmal hat uns mit der Vario-Lotterie in den Bug auf Deck 7 verschlagen – die Kabine 7106 gehört für die nächsten fünf Nächte uns. Unsere Koffer warten schon vor der Kabinentür auf uns und so steht nun auch dem Auspacken nichts mehr Wege. Die Kabine ist wie immer: sauber, geräumig und alles hat seinen Platz. Also packen wir flott den Koffer aus und machen uns anschließend fertig für den Abend. Da wir heute auch noch nicht ganz so viel gegessen haben, macht sich unser Magen gegen 18 Uhr ganz schön bemerkbar und wir stürmen das Markt Restaurant. Wir drehen ein paar Runden um das reichlich gedeckte Buffet und lassen uns Fisch, Fleisch & Co so richtig schmecken. Die Zeit bis zur berüchtigten Welcome Party vertreiben wir uns mit einem Spaziergang durchs Schiffs…sitzen mal hier…mal da und absolvieren noch die obligatorische Seenotrettungsübung. Als dann auch diese abgehakt ist, finden wir uns gegen 22 Uhr auf dem Pooldeck ein und schon bald ertönt die Auslaufmelodie: Sail away…sail away…sail away! Dieses Lied weckt jedes Mal aufs Neue Gänsehaut in uns. Es braucht nur die ersten Töne und schon erinnert wir uns an die vielen einzigartigen Momente, welche wir auf der AIDA-Flotte schon erlebt haben. Eben Gänsehaut pur! Die Vita löst sich vom Pier und läuft langsam aus dem Hafenbecken aus, während auf dem Pooldeck die Welcome Show beginnt. Mit einer bunten Lasershow und einem granatenmäßigen Auftritt des AIDA Show Ensembles heißt es schon „Sie haben Uuuurlaub!“ und wir stoßen mit einem Glas Sekt mit den anderen Gästen auf diese Kurztour an. Zu späterer Stunde ist die Tanzfläche dann mehr als gut gefüllt - der DJ spielt ein gutes Lied nach dem anderen und die Tanzbeine werden heftigst geschwungen. Das die Vita mittlerweile ganz schön in den Mittelmeer-Wellen schwankt, stört hier überhaupt niemanden. Und auch als bei Helene Fischers „Atemlos“ das herausspritzende Poolwasser die meisten trifft, geht die Party weiter. Es wird lauthals gesungen und die Nacht zum Tag gemacht – wir haben wirklich selten so eine tolle Welcome-Party erlebt. Aber irgendwann zieht es uns dann doch ins Bett und wir verabschieden uns für den heutigen Tag…

21. Oktober 2015, Seetag: Der Wellengang und der Sturm werden im Laufe der Nacht immer stärker und wir werden in unseren Betten schön von rechts nach links gewogen. Dennoch schlafen wir, nach den letzten stressigen Wochen, heute erstmal richtig aus und starten erst gegen 09:00 Uhr entspannt in den Tag. Eigentlich hatten wir uns auf ein Frühstück im Freien gefreut, aber da macht das heutige Wetter leider nicht mit. Es stürmt immer noch heftig und verschlägt es uns zum Frühstück ins Markt Restaurant und wir versüßen uns den Morgen mit frischen Brötchen, leckerem Aufschnitt und ein wenig Obst. Den Tag verbringen wir dann im Inneren des Schiffes, da die Außenbereiche aufgrund des Windes teilweise gesperrt sind. Also leider nix mit Sonnenbaden und Poolbrunch – aber egal…machen wir einfach das Beste drauf. Im Laufe des Tages schlendern wir ein wenig durch den AIDA Bordshop, trinken einen Latte Macciatto an der AIDA Bar und lesen ein wenig in unseren neuen Büchern. Immer mal wieder richten wir unseren Blick dabei draußen, sehen die Wellen an die Schiffswände klatschen und das Meer schäumen. Ein wahrer Traumtag für jeden hartgesottenen Seefahrer :-D. Nach einem leckeren Abendessen Calypso Restaurant packen wir uns warm ein und verbringen den restlichen Abend mit leckeren Cocktails an der Ocean Bar. Auch wenn der Wind immer noch recht ordentlich pfeift, finden sich dort mit uns noch paar Hartgesottene ein, um ein wenig die frische Luft und ein paar kühle Getränke zu genießen. Der mittlerweile fast wolkenlose Himmel lässt unzählige Sterne über uns funkeln, während wir Kurs auf Cannes nehmen und zu später Stunde „Gute Nacht“ sagen.

22. Oktober 2015, Cannes: Es sind ungemütliche 5 Uhr als uns der Wecker aus dem Schlaf reißt. Erstmal wach werden und kurz orientieren – aaahhh wir fahren anscheinend noch, denn die Vita wiegt sich leicht von links nach rechts. Dann haben wir ab jetzt noch ungefähr zwei Stunden Zeit bis wir vor Cannes den Anker werfen und dann wollen wir fertig sein…denn für uns geht’s heute mit dem Zug nach Monaco oder besser gesagt nach Monte Carlo. Also schnell waschen, anziehen und kurz zum Frühstück. Das Markt Restaurant hat heute schon sehr früh geöffnet und so sind auch tatsächlich schon einige Passagiere dort, als wir dort um 6:15 Uhr eintreffen. Für uns gibt es eine gut gefüllte Schüssel Müsli mit frischem Obst und einen leckeren Orangensaft. Mmhhhmm – das schmeckt auch zu früher Stunde richtig gut :-). Während sich wettertechnisch ein wunderschöner Tag mit einem tollen Sonnaufgang im Osten ankündigt, gibt Kapitän Kirchner das Schiff frei und wir bekommen das erste Tenderboot des heutigen Tages. Cannes liegt noch ganz verschlafen da, während wir dem berühmten Städtchen an der Côte d'Azur immer näher kommen. Noch guten fünf Minuten wird das Tenderboot an der Anlegestelle gut vertäut und für uns geht es los in Richtung Bahnhof. Auf dem Weg sehen wir nur ein paar Einheimische, welche sich an der nächsten Bäckerei frische Croissants oder die morgendliche Zeitung holen. Mit einem freundlichen „Bonjour“ und einem Lächeln auf den Lippen werden wir von nahezu allen Leuten gegrüßt und so vergeht der kurze Fußmarsch wie im Flug. Am Bahnhof angekommen, wird es nun interessant. Mit 0,0 Französischkenntnissen müssen wir uns zwei Fahrtkarten nach Monaco kaufen – und da die Franzosen ja bekanntlich recht ungerne englisch sprechen, könnte das amüsant werden ;-). Aber wir haben Glück: Als wir die Dame am Schalter fragen, ob sie uns auf Englisch bedienen könnte, antwortet sie mit einem überaus freundlichen „Oui“. Und das verstehen sogar wir und ab sofort geht es auf Englisch weiter und innerhalb weniger Minuten sind wir im Besitz eines Tagestickets. Super, dass ging wirklich einfacher als gedacht :-)! Als wir auf dem Bahnsteig ankommen, fährt der Zug schon wenige Minuten später ein und wir suchen uns einen Platz auf der rechten Fensterseite. Wie so oft, sind wir auch hier die einzigen Touristen inmitten vieler Einheimischer, aber das stört uns nicht. Als wir aus Cannes herausfahren blicken wir zur Rechten auf die Weite des Mittelmeers. Die aufgegangene Sonne taucht das Meer in wunderschönes Licht, und verleiht der Szenerie ein klein bisschen Gänsehautfeeling. Innerhalb der nächsten Stunde haben wir eine wunderschöne Aussicht auf die Côte d'Azur und durchfahren kleine schnuckelige Örtchen, aber auch weltbekannte Städte wie Antibes oder Nizza. Wir sehen goldgelbe Sandstrände an türkisfarbenen Buchten, sündhafte teure Yachten und schöne Küstendörfer. Die Fahrt ist wahrer Augenschmaus – und so fahren wir schon ganz bald in den Bahnhof von Monte Carlo ein. Durch einen unterirdischen Tunnel gelangen wir nach draußen und stehen plötzlich inmitten zahlreicher Hochhäuser und der Verkehr fließt lautstark an uns vorbei. Das ist also Monte Carlo: auf den ersten Blick wirkt es super sauber, modern und wie nicht anders zu erwarten auch echt teuer. Ferrari, Porsche und Lamborghini düsen der Reihe nach an uns vorbei und versuchen die ersten Eindrücke mit einem Spaziergang entlang des Hafens zu verdauen. Denn kein Stadtstaat auf der Welt hat wohl mehr Berühmtheit und vor allem mehr Berühmtheiten als Einwohner. Mit etwas Abstand zur vielbefahrenen Straße ist es hier um einiges ruhiger, kleine Restaurants reihen sich aneinander und bieten eine tolle Aussicht auf die zahlreichen großen und kleinen Yachten am Pier. Im Wert von einigen Hunderttausend bis zu mehreren Millionen scheint hier alles vertreten zu sein. Die Boote sind alle wie aus dem Ei gepellt - blitzeblank strahlen sie uns entgegen. Wir schlendern den Hafen komplett entlang bis wir zum Eingang, des durch die Formel 1 berühmt gewordenen, Tunnels am Boulevard Louis II kommen. Bei dessen Anblick ist es mir ganz ehrlich ein absolutes Rätsel wie man hier mit über 300 Sachen durch die Stadt rasen kann. Aber gut…mit der Formel 1 geben sich einmal im Jahr nahezu alle Stars und Sternchen in die monegassische Metropole die Klinke in die Hand und verleihen der Stadt für ein Wochenende ein ganz besonderes Flair. Aber heute fahren ganz normale Autos, LKWs und Motorräder durch die engen Gassen und nur die in rot/weiß angemalten Bordsteine lassen an einigen Stellen erahnen, was hier jährlich geboten wird. Nach dem Tunnel halten wir uns links und stehen bald an der bekannten Loews-Kurve. Diese Haarnadelkurve ist die langsamste Kurve der gesamten Rennstrecke und zieht dementsprechend viele Touristen an. Die Fotoapparate klicken wie wild, während wir die Treppen hoch in Richtung Casino nehmen. Von hier haben wir einen tollen Blick auf die Küste von Monaco und hinaus auf das tiefblaue Meer. Kein Wölkchen verdeckt diesen traumhaften Spätsommertag und wir können unser Glück kaum fassen. Niemals hätten wir gedacht, dass wir Ende Oktober im T-Shirt durch das berühmte Fürstentum schlendern können. Aber manchmal muss man einfach Glück haben ;-). Wir stehen auf dem Platz vor dem Casino und bestaunen zusammen mit zahlreichen anderen Touristen das imposante Belle-Époque-Gebäude mit dem gusseisernen Vordach sowie die sündhaft teuren Autos die hier minütlich vorbeifahren. In Monte Carlo wird Reichtum eben nicht versteckt, sondern besonders gern zur Schau gestellt…Durch den Park des Casinos laufen wir zur Avenue de la Costa und nehmen von dort den Bus nach Monaco-Ville, um dem Fürstenpalast einen Besuch abzustatten. Doch bevor wir dort ankommen, spazieren wir durch die kleinen und authentischen Gassen der Altstadt rund um den Palast. Die Häuser stehen hier dicht beisammen und versprühen mit ihren kleinen Balkonen und schönen handgemalten Verzierungen mediterranes Flair. Souvenirläden, Cafés und Restaurants laden zum Verweilen ein und locken mit Holzoffen-Pizza oder Eis aus eigener Herstellung. Wir lassen uns einfach Treiben und treten irgendwann aus dem Schatten der verwinkelten Gassen hinaus und stehen vor dem Palast der Familie Grimaldi. Hell und ehrwürdigt strahlt er in der Sonne und wacht auf dem sogenannten Fürstenfelsen hoch über dem Stadtstaat. Wir schießen einige Erinnerungsfotos und verweilen dort kurz mit einem herrlichen Blick über die ganze Stadt. Die Häuser stehen so eng beisammen, dass es von hier so aussieht, als könnte durch diesen Dschungel nicht mal eine kleine Straße hindurchführen. Es ist einfach unfassbar wie hier alles auf kleinstem Raum erschaffen wurde! Wir verlassen Monaco-Ville über die „Rampe de la Major“ und spazieren somit langsam aber sicher wieder dem Hafen entgegen. Vorbei an Super-Yachten und kleinen Segelbooten suchen wir uns in einem der niedlichen Straßencafés einen Platz und bestellen uns zum Abschluss dieses wunderschönen Tages einen Crêpes mit Vanilleeis und Nutella. Mit neun Euro nicht gerade ein Schnäppchen, aber die atemberaubende Kulisse und tolle Aussicht lässt den Preis schnell vergessen. Mit vollem Bauch schlendern wir anschließend die letzten Meter in Richtung Bahnhof und nehmen den nächsten Zug zurück nach Cannes. Diesmal in Fahrtrichtung links sitzend, haben wir erneut einen herrlichen Blick auf die türkisen Buchten mit ihren goldgelben Sandstränden und so schneller als Gedacht zurück an unserem Ausgangsort. Da wir noch rund zwei Stunden bis zum Ablegen des letzten Tenderbootes haben, beschließen wir noch ein wenig durch die Straßen der Stadt zu bummeln. Wir schauen mal hier…mal dort und lassen uns dabei die warme Sonne ins Gesicht scheinen. Bei den Geschäften ist von Kenzo bis Channel alles zu haben. Ein reichhaltigeres Angebot an Haute Couture findet sich in Frankreich wohl sonst nur in Paris selbst ;-). Alles wirkt sehr mondän – viele Nobelhotels säumen sich entlang der Straßen und die Schönen und Reichen flanieren mit Einkaufstüten beladen durch die Gassen und Boutiquen. Mit Blick auf AIDAvita spazieren wir die Croisette entlang und finden uns schon bald am Tenderanleger wieder. Noch einige Fotos unseres auf Reede liegenden Kussmundschiffes und dann geht’s ab ins Tender. Zurück auf die Vita und die letzte Stunde bis zum Ablegen an der Ocean Bar genießen. Und genauso machen wir es auch: Wir ergattern einen windgeschützten Platz an unserer Lieblingsbar auf Deck 7 und lassen den Tag bei leckeren Mai Tais Revue passieren. Wir haben viel erlebt, viel gesehen und wieder tolle Erinnerungen mit zurück gebracht. Der Tag war einfach ein voller Erfolg, welcher gegen 17 Uhr mit dem altbekannten „Sail away, sail away…“ gekrönt wird. Der Anker wird eingeholt, die Motoren hochgefahren und die Vita nimmt mit uns Kurs auf einer der schönsten Städte Spaniens. Barcelona wir kommen…!

23. Oktober 2015, Barcelona: Da wir erst um 11 Uhr in Barcelona anlegen, schaffen wir es erst am späten Vormittag zum Frühstück – ausschlafen war angesagt. Bei wieder fast wolkenlosem Himmel und T-Shirt-Wetter genießen wir unser Frühstück auf der Außenterrasse. Zahlreiche Möwen begleiten unsere letzten Seemeilen zur katalanischen Metropole und schon bald fahren wir in den Hafen ein. Noch während die Hafenmitarbeiter unsere schöne Aura an der Pier vertäuen, sind wir bereits auf dem Weg zum Ausgang auf Deck 5. Wir spazieren durch das sehr moderne Cruise Terminal und nehmen einen der AIDA Shuttlebusse, um von der sehr weitläufigen Hafenanlage schnell in die Stadt zu gelangen. Wir werden nahe der Columbus-Statur „rausgeschmissen“ und starten von dort nun unser Sightseeing-Programm auf eigene Faust. Dazu laufen wir als erstes zur nur wenige Minuten entfernten Metro-Station, kaufen uns ein 10er-Tagesticket und nehmen die U-Bahn bis zur Station „Vallarca“. Bei herrlichem Sonnenschein nehmen wir den Fußweg hinauf zum Park Güell in Angriff. Durch kleine Gassen und Straßen verläuft der Weg stetig bergauf und wird zwischendurch nur durch ein paar Rolltreppen unterbrochen. Ein wirklich skurriles Bild – Rolltreppen im Freien – eine nach der Anderen! Um ehrlich zu sein, sind wir aber ganz froh über sie, da der Weg teilweise wirklich sehr steil ist und gerade im Hochsommer sicherlich äußerst schweißtreibend ist. So lassen wir uns bequem die Hügel hinauffahren und passieren danach den Eingang zum Park. Der Park Güell ist sicher einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Barcelona und wird als Antoni Gaudís Hommage an die Natur bezeichnet. Wir beginnen unsere Erkundung mit einem Rundgang auf den weitläufigen Pfaden rund um das Marktplatz – dem Zentrum des Parks. Sie sind sehr behutsam und gleichzeitig originell in die Landschaft eingefügt. Ein wahrhaftiges Gewirr aus Wegen, Laubengängen, Mauern und Brücken mit teilweise spektakulären Aussichten auf die Stadt. Für 12:30 Uhr haben wir dann Tickets für die Monumental Zone – also die gebührenpflichtige Zone – wo die eigentlichen Highlights des Parks versteckt sind. Zunächst genießen wir den herrlichen Ausblick von der großen Terrasse „La Placa“ aus. Sie ist der Mittelpunkt des Parks und bietet einen großartigen und weiten Blick über die Dächer Barcelonas. Berühmt geworden ist sie auch wegen ihrer gewundenen Bank. Bunt wie Kinderspielzeug windet sie sich in Schlangenlinien die gesamte Terrasse entlang, schafft kleine Plaudernischen und strahlt mit ihren fantasievollen Mosaiken. Ich kann mich an den bunten keramikscheiben überhaupt nicht satt sehen und schieße ein Foto nach dem Anderen. Immer wieder ergeben sich andere tolle Blickwinkel, welche ein Foto wert sind :-). Wir schlendern anschließend hinunter zur Treppe, welche zur großen Terrasse führt, wo uns der freundliche Wächter des Parks begrüßt: eine wunderschöne und kunstvolle Eidechse aus unzähligen bunten Keramikscherben. Gaudi hat in diesem Park wirklich sein Bestes gegeben – überall funkeln die bunten Mosaike mit der Sonne um die Wette und als Besucher wissen wir gar nicht, wohin wir zuerst schauen sollen. Einfach eine wahre Pracht! Nach einigen Minuten des Staunens und Verweilens verlassen wir den Park durch die bekannten Türmchen-Pavillons und machen uns auf den Weg zur Sagrada Familia. Je weiter wir uns vom Park Güell entfernen und tiefer in die Stadt eindringen, desto weniger Touristen begegnen uns. Wir laufen und laufen…fragen immer mal wieder nach dem Weg...um dann nach etwa einer guten halben Stunde plötzlich vor dem wohl bekanntesten Bauwerk der Stadt zu stehen - der Sagrada Familia. Die Kirche beeindruckt uns vom ersten Augenblick an: Mit ihren bizarren Zusammenspiel aus Formen, Licht und Farben ist sie ein wahres architektonisches Highlight :-)! So wie zahlreiche andere Touristen versuchen wir die gigantische Kirche irgendwie auf ein Erinnerungsfoto zu bekommen und verrenken uns dazu in den unmöglichsten Positionen. Da das hier aber nahezu alle so machen, fällt man dabei überhaupt nicht auf ;-). Wir bleiben auf den Spuren Gaudi´s und schauen uns als nächstes einige seiner berühmten Häuser an. Mit der U-Bahn nur einen Katzensprung entfernt, schauen wir uns zunächst sein „Casa Milá“ an: Die Front des Hauses wirkt auf uns wie ein massiver Felsen, welcher nur durch Wellenlinien und eiserne Ornamente aufgelockert wird. Der helle Stein und die ansonsten farblose Fassade wirken wirklich sehr expressionistisch und bringen uns regelrecht zum Staunen. Wir schlendern weiter und gelangen schon bald zum „Casa Battló“ – einem weiteren Haus von Gaudí. Das Besondere: Das Dach der Casa Battló ist wie der Rücken eines Drachen geformt und mit großen, glänzenden Schuppen versehen. Eine wahre Augenweide :-)! Einige Fotos später spazieren wir weiter bis zum Placa de Catalunya. Auf den ersten Blick scheint dieser Platz der Knotenpunkt der Stadt zu sein…überall Autos, Fahrräder und eine Vielzahl von Menschen die sich orientieren. Wir entscheiden zu einer kurzen Rast an den schön angelegten Brunnen. Halte unsere Gesichter in die warme Sonne und genießen das bunte Treiben um uns herum! Doch schon bald zieht es uns weiter und von nun an erstrecken sich über die nächsten 1,5 Kilometer bis hinunter zur Columbus-Statur die berühmten Ramblas. Mit uns sind einige hundert, wenn nicht sogar tausend Menschen, gerade gleichzeitig auf Barcelonas Flaniermeile unterwegs. Es wimmelt von Touristen unterschiedlichster Nationalitäten und zahlreiche Straßenmusiker und -künstler unterhalten uns Besucher ebenso wie die lebenden Statuen. Es wirkt fast so wie ein gigantische Straßentheater, welche mit besonders schönen alten Gebäuden eine traumhafte Kulisse erhält. Es gibt einfach jede Menge Möglichkeiten sich die Zeit zu vertrieben. Während wir die Ramblas nur entlang spazieren, sehen wir Touristen einen Café oder Sangria trinken, Einheimische die Straßenrand in Ruhe ihre Tageszeitung lesen oder Besucher, welche sich von den Straßenkünstler in ihren teilweise schrillen Kostümen unterhalten lassen. Für jeden wird auf den Ramblas etwas geboten und wir wissen gar nicht wohin wir zuerst schauen sollen. Es ist eine wahre Überflutung an Eindrücken – aber eine Positive :). Auf dem weiteren Weg in Richtung Hafen schauen wir noch kurz auf dem berühmten Markt „La Boqueria“ vorbei. Es herrscht dichtes Gedränge…und sowohl Einheimische als auch Touristen kaufen hier so ziemlich alles was man in einer spanischen Stadt bekommen kann: Ob Obst oder Gemüse…Fleisch oder Fisch…fündig wird man hier in jedem Fall. Mittlerweile qualmen unsere Füße ganz schön und wir sind schon ein wenig froh als wir die Columbus-Statur erreichen. Sie bildet das Ende der Ramblas ist aber auch gleichzeitig das Tor zum Hafen und somit das Ende unseres heutigen Sightseeing-Programms. Wir schlendern entlang der Promenade ganz langsam zurück zum Shuttlebus und fahren mit diesem zurück zur AIDA. Wir genehmigen uns den üblichen „Absacker“ an der Ocean Bar und genießen noch ein wenig die Nachmittagssonne, bevor wir uns anschließend für den Abend frisch machen. Und da es die letzten Tage beim Abendessen immer sehr voll war und wir nur schwer einen Tisch bekommen haben, versuchen wir es heute mal mit einem schnellen Abendessen zur Auslaufzeit. Also kommen wir eine halbe Stunde vor Schließung ins Markt Restaurant und ergattern tatsächlich ohne Probleme einen schönen Tisch für uns Zwei. Vermutlich zum einen der Tatsache geschuldet, dass kaum jemand sein Abendessen in nur 30 Minuten einnehmen möchte, zum anderen aber sicherlich auch, dass gerade die „Sail away“-Melodie ertönt und wir aus Barcelona auslaufen. Das möchte natürlich niemand verpassen – außer wir :-D. Wir blicken bei leckerem Essen aus den großen Fenstern und genießen unser ganz persönliches „Auslaufen Deluxe“. In einem nahezu leeren Markt Restaurant, ohne eine laute Geräuschkulisse zieht der Hafen von Barcelona an uns vorbei und die Vita steuert aufs offene Meer hinaus. Nach dem Essen drehen wir unsere fast schon obligatorische Runde im Schiff und landen dann – wie soll es anders sein – an der Ocean Bar. Mit netten Theken-Bekanntschaften trinken wir den ein oder anderen Cocktail und vergessen bei dieser guten Stimmung komplett die Farewell-Poolparty. Das hat es bisher auch noch nicht gegeben… :-D. Aber bekanntlich ist ja für alles irgendwann einmal das erste Mal! Wir lauschen noch ein wenig dem Rauschen der Wellen und gehen kurz vor Mitternacht auf unsere Kabine und erklären somit auch diesen erlebnisreichen Tag für beendet. Morgen geht’s auf des Deutschen liebste Insel: Mallorca!

24. Oktober 2015, Palma de Mallorca / Düren: Um kurz vor 9 Uhr sind wir frisch geduscht und auch die letzten Sachen sind in unserem Handgepäck-Trolley verstaut. Wir ziehen die Türe unserer Kabine 7106 zu und gehen zum Frühstück ins Calypso-Restaurant. Palma de Mallorca begrüßt uns mit herrlichem Sonnenschein und so genießen wir ein letztes leckeres Frühstück auf der Außenterrasse. Mit Blick auf die imposante Kathedrale und die am gegenüberliegenden Kai liegende AIDAblu lassen wir uns Müsli, Ei und frisches Obst so richtig schmecken. Nach und nach wird es immer voller und so räumen wir unseren Platz für die nächsten Gäste. Wir beschließen das schöne Wetter noch ein wenig an der Ocean Bar auszukosten: Wir suchen uns dort ein windgeschütztes Plätzchen und lassen uns noch etwa eine Stunde die herbstlich warme Sonne ins Gesicht scheinen, bevor wir endgültig das Schiff verlassen. Wir sagen „Bye bye AIDAaura“ und spazieren in Richtung Hafenausgang. Da unser Rückflug erst am frühen Abend geht, möchten wir den Tag nutzen um uns die Altstadt von Palma ein wenig anzusehen. Wir nehmen den Bus in die Altstadt und steigen an der Placa Espania aus und sind direkt mittendrin im Altstadt-Gewusel. Wunderschöne kleine Straßen zweigen von diesem Platz aus ab und uns zieht es zunächst zur Mercat de l'Olivar. Palmas größter Markt ist aus kulinarischer Sicht ein wahrer Traum - schon beim Betreten erscheint er bunt, laut und abwechslungsreich. Wir sind in der Fischabteilung gelandet und hier scheint Tradition auf Moderne zu treffen: Denn neben den Verkaufsständen mit frischen Gambas, Drachenfischen und Makrelen haben sich Sushi-Stände und eine stylische Austern-Bar angesiedelt. Viele Menschen sind unterwegs und feilschen mit den Marktschreiern und jeden Euro. Wir schlendern durch die große Halle und kommen schon bald in den Bereich wo vor allem Gemüse, Käse und Fleischprodukte angeboten werden. Neben einer Vielzahl von alltäglichen und exotischen Früchten, wird vor allem der Jamón Serrano und Jamón Ibérico in allen Variationen und Preisklassen angeboten. Wir schlendern noch einige Minuten umher, bevor wir weiter in die Altstadt hinein spazieren. Sie besticht direkt durch ihren ganz eigenen Charme: Kleine verwinkelte Gassen mit einer Vielzahl von kleinen und großen Geschäften. Neben typisch majoquinischen Souvenirläden entdecken wir großen Markenstores von Adidas, Lacoste und Desigual. Dementsprechend sind viele Touristen mit bunten und gut gefüllten Einkaufstüten unterwegs und ständig fliegen uns deutschsprachige Wortfetzen entgegen. Deutsche Touristen sind allgegenwärtig: Egal, ob es das überwinternde Rentnerpärchen, die typischen Pauschaltouristen oder die Shopping-Wochenend-Besucher sind…an jeder Ecke wird Deutsch gesprochen. Wir schlendern ganz gemütlich von Geschäft zu Geschäft und kommen nach einer guten Stunde neben der Kathedrale aus der Altstadt heraus. Die Kathedrale La Seu ist das Wahrzeichen von Palma de Mallorca. Das mächtige gotische Gotteshaus thront hoch über der Bucht von Palma und wacht über die Stadt. Mit 109 Metern in der Länge und 40 Metern Höhe ist sie ein wahrer Blickfang :-). Leider ist die Warteschlange am Eingang sehr lang, sodass wir die Kathedrale nur von außen besichtigen können. Dank des schönen Wetters macht dies aber gar nichts - so spazieren wir einfach ein wenig um das Gebäude herum und lassen uns dabei ein wenig die Sonne ins Gesicht scheinen. Direkt an die Kathedrale schließt sich dann der Hafen an. Kilometerlang säumen große und kleine Boote die Bucht von Palma und enden erst am Kreuzfahrtterminal. Da wir unsere Koffer dort noch gelagert haben, spazieren wir die ganze Strecke entlang und schauen uns die teilweise sündhaft teuren Yachten an. Katamarane, Segelschiffe und Motoryachten so weit das Auge reicht – von klein und schnuckelig bis mondän und protzig ist alles dabei. Eine gute Stunde laufen wir die Promenade entlang, bevor wir am Kreuzfahrthafen ankommen. Dort holen wir flott unsere Koffer aus dem Terminal und steigen in den Bus zum Flughafen. Und damit geht unsere Zeit auf Mallorca leider langsam dem Ende entgegen! Wir vertreiben uns die Zeit am Flughafen mit ein wenig „Window-Shopping“ und steigen gegen 18 Uhr in die Germanwings-Maschine nach Köln. Noch während die letzten Passagiere das Flugzeug betreten, sprechen wir darüber, dass uns Palma auf Anhieb gefallen hat. Eine pulsierende Stadt, welche modern und kontrastreich sowie überraschend interessant zugleich für uns war. Sie hat uns neugierig gemacht auf die anderen Ecken der Balearen-Insel. Auch wenn Mallorca sicherlich kein Geheimtipp ist, so beschließen wir die Insel auf einer weiteren Reise näher kennen- und (vielleicht auch) lieben zu lernen :-).