Schweiz: Saas Almagell

Geht mit uns auf eine Reise ins idyllische Saastal! Erlebt die einzigartige Berg- und Gletscherwelt des Wallis, wo sich Murmeltier und Gämse täglich gute Nacht sagen.

Samstag, der 27. Juli 2013 war endlich gekommen: die Wochen der Vorfreude waren überstanden und es konnte endlich losgehen. Diesmal sollte es ein Urlaub zu Viert werden. Meine Eltern, Nico und ich wollten für eine Woche in die Schweiz ins Saastal reisen. Wir fuhren bereits sehr früh am Morgen los und begaben uns auf die 721 Kilometer lange Strecke. Als wir gegen Mittag in Saas Almagell ankamen, wurden wir bereits von herrlichem Sonnenschein und den zahlreichen Viertausender-Bergen empfangen. Herrlich - der Urlaub konnte also beginnen!

Sonntag, 28.07.13 - Spielboden Saas Fee: Unser 1. Wandertag sollte zum Tag der Murmeltiere werden. Bereits am Vorabend planten wir diese Wanderung und entschlossen uns daher sehr früh aufzustehen. Aus Erfahrung wussten wir, dass man die Murmeltiere nur zu Gesicht bekommt, wenn man früh auf dem Spielboden in Saas Fee ist. Sonst haben sie sich bei den zahlreichen Wanderern bereits satt gegessen und verschwinden in ihren Bauen. Also saßen wir bereits um 8.30 Uhr im Bus von Saas Almagell nach Saas Fee und freuten uns auf einen schönen Tag. Die Sonne lachte und wurde nur von ein paar wenigen Quellwolken verdrängt. Wir fuhren mit der Seilbahn von Saas Fee auf den Spielboden und stellten zu unserem Glück fest, dass nur wenige Wanderer zu dieser Zeit dort oben waren. Bereits von Weitem sahen wir einige Murmeltiere auf den Wiesen herumtollen und steuerten geradewegs auf sie zu. Wir setzten uns in geringer Entfernung zu ihnen, packten Nüsse und Möhren aus und hofften das sie sich zu uns gesellten. Und sie taten es tatsächlich: es dauerte keine zwei Minuten da saßen wir umringt von vier Murmeltieren und fütterten diese. Die Tiere zeigten nur wenig Scheu und schienen sich über die mitgebrachten Leckerlis sehr zu freuen. Ein Murmeli schaffte es sogar sich aus dem Rucksack, direkt aus der Tüte mit den Nüssen, selber zu bedienen. Es schien ihnen zu schmecken :-D. Alle vier saßen wir also im Berghang und fütterten zahlreiche Murmeltiere. Über eine Stunde lang konnte uns nichts und niemand von den lustigen Erdbewohnern trennen. Gegen 10.30 Uhr waren die Tiere dann so langsam satt und es kamen auch immer mehr Wanderer. Das frühe Aufstehen hatte sich richtig gelohnt: welch ein schönes Erlebnis so viele Murmeltiere in freier Wildbahn zu erleben und zu füttern. Wir verabschiedeten uns von den Murmelis und begaben uns auf den Abstieg nach Saas Fee. Der Weg hinab war recht steil und zog sich, beim dem doch sehr warmen Wetter, richtig in die Länge. Wir waren froh als wir in Saas Fee ankamen und unsere heißen Füße und schlappen Beine bei einem erfrischenden Kneipp-Bad entspannen konnten. Das Wasser war zwar eiskalt, aber unsere Füße dankten es uns. Es tat so gut durch das kalte Wasser zu watten, dass wir gleich drei Runden in der Kneipp-Anlage drehten. Dann hieß es aber schnell wieder raus, es wurde uns einfach zu kalt...Mit nahezu "neuen Füßen" marschierten wir den Waldweg von Saas Fee nach Saas Almagell entlag. Nach einer guten Mahlzeit im Waldhüs Bodmen (sehr lecker!) kamen wir dann gegen 17.30 Uhr ganz schön geschafft, jedoch mit tollen Tageseindrücken wieder in unserer Wohnung an.

Montag, 29.07.13 - Aua meine Beine // Regenerierung: Der Ein oder Andere mag vielleicht lachen, aber ich hatte doch tatsächlich heftigen Muskelkater als ich am Montagmorgen aus dem Bett kroch. Da war es schon nicht so ganz schlecht, dass es der Wettergott heute nicht sonderlich gut mit uns meinte. Den ganzen Tag regnete es in Strömen und die Berge waren mit zahlreichen Wolken verhangen. Es gab also keinen Grund früh aufzustehen und sich in die Wandersachen zu schälen. Wir verbrachten den Tag daher ganz entspannt in der Wohnung und freuten uns auf die nächsten Tage - der Wettebericht sagte puren Sonnenschein voraus und somit stand den nächsten Wandertouren nichts im Wege. Und am nächsten Tag würde es meinem Muskelkater sicherlich auch wieder besser gehen ;-).

Dienstag , 30.07.13 - Hohsaas, Saas Grund: Aufgewacht, rausgeschaut und kaum noch Wolken am Himmel :). Das schlechte Wetter hatte sich über Nacht verzogen und so konnte einem schönen Wandertag nichts mehr im Wege stehen. Wir sind mit dem Bus nach Saas Grund gefahren und haben die Seilbahn nach Hohsaas genommen. Bei der Ankuft auf 3.145 m.ü.M. wehte uns ein frisches Lüftchen entgegen. Aber auch die Sonne gab ihr Bestes und versuchte die letzten Wolken zu verdrängen. Die verbliebenden Wolken waren uns dort oben jedoch ganz egal, denn wir waren über den Wolken! Es war wie im Bilderbuch: wir und die 18 Viertausender unter blauem Himmel und das Tal im Schatten der letzten Wolken. Wir atmeteten einmal tief durch und genossen die atemberaubende Aussicht. Die Sonne ließ die umliegenden Gipfel im Schnee und Eis glitzern und zauberte uns in eine echte Winterlandschaft. Kaum zu glauben - eigentlich waren wir doch im Sommerurlaub! Unzählige Fotos später nahmen wir dann den Themenweg "18 Viertausender" in Angriff. Auf diesem 1,4 km langen Rundweg werden an verschiedenen Stationen die umliegenden 4.000 Meter hohen Berge vorgestellt. Zu jedem Berg gibt es einen skulpturhaften Umriss, ein Foto des Gipfels und die Geschichte der Erstbesteigung. Wir wanderten also gemütlich diesen informativen Themenweg entlang und staunten über das traumhaften Alpenpanorama. Das schlechte Wetter des gestrigen Tages kam uns dabei zu Gute. Alle Gipfel sahen wie frisch gepudert aus und wir konnten durch Neuschnee stapfen. Wie an einem sonnigen Wintertag - es war einfach herrlich. Entlang des Weges trafen wir irgendwann auf das Wünsch-Dir-Was-Steinmännchen. Wie der Name schon sagt, darf jeder Wanderer einen weiteren Stein auf den Steinmann legen und sich dabei etwas wünschen. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, denn Wünsche die so nah am Himmel geäußert werden, müssen schließlich in Erfüllung gehen. Was ich mir gewünscht habe, wird aber natürlich nicht verraten ;-). Nach rund einer Stunde lag der Weg hinter uns und wir wanderten weiter hinab in Richtung Weissmieshütte. Auch hier verlief der Weg über ein paar kleinere Schneefelder und schlängelte sich über Geröllfelder und saftige Almwiesen den Berg entlang. Nach guten 1,5 Stunden erreichten wir die Weismieshütten und machten erstmal eine ausgiebige Pause. Bei einem leckeren Essen und kühlen Getränken ließen wir es uns so richtig gut gehen, genossen die warmen Sonnenstrahlen und das herrliche Alpenpanorama. Gegen 16 Uhr mussten wir dann doch etwas hektisch aufbrechen, da wir erfahren hatten das die letzte Seilbahn ab Kreuzboden bereits um 16.45 Uhr fahren würde. Nun es hieß beeilen: schließlich wollten wir die Bahn in keinem Fall verpassen und weitere zwei Stunden Abstieg bis nach Saas Grund auf uns nehmen. Mehr oder weniger schnellen Schrittes haben wir den Weg nach Kreuzboden dann innerhalb einer guten halben Stunde hinter uns gebracht und die letzte Seilbahn tatsächlich noch bekommen. Schade, dass wir das letzte Teilstück so schnell laufen mussten, es wären noch so viele schöne Plätze zum Verweilen da gewesen. Aber man kann eben nicht alles haben...

Mittwoch, 31.07.13 - Zermatt: Bereits zuhause hatten wir beschlossen für einen Tag nach Zermatt zu fahren und Nico das berühmte Matterhorn zu zeigen. Bis nach Zermatt braucht man von Saas Almagell ungefähr eine Stunde mit Auto. Dabei kann man allerdings nicht komplett bis nach Zermatt fahren, sondern muss das Auto in Täsch in einem der zahlreichen Parkhäuser abstellen und wahlweise mit dem Zug oder mit dem Taxi nach Zermatt fahren. Das Dorf ist, genau wie Saas Fee, autofrei! Damit wir genug vom Tag hatten, hieß es also mal wieder früh aufstehen. Bereits um kurz nach 8 Uhr saßen wir im Auto und brachten die kurvige Strecke ins Matterhorn-Dorf hinter uns. Wir kamen gut voran und saßen so bereits um 9.20 Uhr im Zug nach Zermatt. Nach 12 Minuten kamen wir im belebten Bahnhof des Dorfes an und erhaschten einen ersten Blick auf das Matterhorn. Majestätisch - ist das erste Wort was mir immer wieder beim Anblick dieses Berges in den Sinn kommt. Mit 4478 m.ü.M. wacht das Wahrzeichen der Schweiz und der gleichzeitig meist fotografierte Berg der Welt über das bekannte Alpendorf. Es ist sehr selten, dass das Matterhorn vollkommen frei und ohne eine Wolke zu sehen ist. Und wir hatten Glück: die bekannte Wolken-Fahne des Berges war heute nicht zu sehen :). Mit Blick auf das Matterhorn schlenderten wir in Richtung der Talstation Sunnegga-Bahn. Schließlich waren wir nicht nur zum Gucken in Zermatt - wandern wollten wir auch noch. Das Findeltal beheimatet fünf traumhafte Bergseen, welche alle ihren eigenen Charme versprühen. Auf unserer Wanderung wollten wir drei dieser Seen besuchen und dann über den kleinen Weiler Findeln wieder hinab nach Zermatt wandern. Also flott mit der Bahn hoch auf den Sunnegga gefahren und unsere Tagestour konnte beginnen. In nur fünf Minuten waren wir bereits am Leisee. Der See war kristallklar und lud zum Schwimmen ein. Aber ein kleiner Wassertest bestätigte unsere Vermutung: es war eindeutig zu kalt - brr! Der Weg verlief nun stetig ein wenig bergauf und so kamen wir nach einer guten Dreiviertelstunde am Grindjesee an. Hier gab es reichlich Arbeit für die Fotografen unter uns. Der See liegt idyllisch in der Natur, ist von zahlreichen Tannen umgeben und als absolutes Highlight spiegelt sich das Matterhorn darin. Da klickten unsere Kameras natürlich ununterbrochen - jeder wollte das schönste Bild einfangen. Die Spiegelung des Berges im See war wunderschön und sicherlich das beeindruckenste Panorama des Tages. Nach einer kurzen Rast wanderten wir weiter durch die saftige Wiesen in Richtung Findeln. Der Weg führte nun immer abschüssig am Findelbach entlag, verlief durch ein kleines Wäldchen und schon bald sahen wir den dritten See unserer Tour - den Mosjesee. Mit seinem intensiven Türkis bietet auch er, inmitten der saftig grünen Wiesen und weißen Gipfel, einen schönen Anblick. Von dort konnten wir auch bereits die ersten Häuser des kleinen Dorfes Findeln sehen. Seine Häuschen liegen sehr idyllisch und verträumt am Berghang und versprühen noch den Charme eines urigen alten Bergdorfes. Von dort hat man einen wirklich atemberaubenden Blick auf das Matterhorn und die umliegenden Berge. Jeder der einmal nach Zermatt kommt, sollte sich diesen Ausblick wirklich nicht entgehen lassen. Auch hier machten wir eine kurze Rast und nahmen dann den Waldweg hinunter nach Zermatt in Angriff. Im Schatten der Bäume ließ es sich gut laufen. Es war ganz schön heiß geworden und so waren wir froh, dass wir nun etwas Abkühlung bekamen. Wir waren schon bald wieder in Zermatt angekommen, schlenderten noch ein bißchen durch das Bergdorf und entschieden uns dann die Heimreise nach Saas Almagell anzutreten. Mittlerweile war es bereits 16 Uhr und wir bekamen etwas Hunger. So fuhren wir zurück ins Saastal, um dort auf der Sonnenterasse des Hotel Ruby zu Essen. Bei Cordon Bleu, Pizza, überbackenen Nudeln und Geschnetzeltem ließen wir es uns richtig gut gehen. Ein schöner und vor allem leckerer Abschluss eines gelugenen Tages!

Donnerstag, 01.08.13 - Erlebnisweg, Saas Almagell: Heute sollte es ernst werden und ich hatte mich bereits vier Tage erfolgreich davor gedrückt - der Erlebnisweg von Furgstalden ins Almagellertal stand auf dem Programm. Obwohl ich schon unzählige Male im Saastal Urlaub gemacht habe, habe ich mich bisher immer vor diesem Weg gescheut. Warum? Auf den Wanderer warten zwei wackelige Hängebrücken und zahlreiche Kletter- und Felspassagen. Die Hängebrücken sind dabei natürlich genau das Richtige für mich :(. Aber: ich hatte es Nico versprochen und so wollte (bzw. musste) ich heute mein Versprechen in die Tat umsetzen. Wir starteten unsere Tour von Furgstalden aus, welches ein kleiner Weiler oberhalb von Saas Almagell ist. Bereits am Einstieg hatte ich ziemliches Muffensausen und war mir meiner Sache auf einmal gar nicht mehr so sicher. Aber versprochen, ist versprochen und so ging es los. Der erste Teil des Weges verläuft relativ steil bergauf über Stiegen, Treppen und verlegte Bretter - alles direkt am Abgrund, jedoch mit Seilen gesichert. Etwas mulmig war mir trotzdem zu Mute ;-). Nach etwa fünfzehn Minuten waren wir am höchsten Punkt des Erlebnisweges angekommen und machten erstmal Rast auf einer sehr schönen Bank. Ich konnte mich vom ersten Schreck erholen und mich gleichzeitig auf das nahende Unheil - die beiden Hängebrücken - vorbereiten. Der Weg verlief dann relativ eben weiter, über Waldboden, Bretter am Hang und einige Stiegen. Aber irgendwann kam sie dann in Sicht: die erste Hängebrücke. Nicht das dies nicht schon schlimm genug gewesen wäre - nein, dies war auch noch die längere der beiden Brücken. Ich hatte nun 60 schwankende Meter zu überwinden. Nachdem bereits meine Eltern die Brücke überquert hatten, standen Nico und ich noch immer auf der anderen Seite. Irgendwann fasste ich mir dann ein Herz und nahm die Brücke in Angriff. Nico als Sicherheit in meinem Rücken, ging ich ganz langsam voran: und es schwankte, und schwankte und schwankte. Aber das lässt sich bei einer Hängebrücke wohl auch nicht vermeiden ;-). Irgendwann hatte ich dann zumindest mal die Hälfte geschafft und das ließ mich mutiger werden. Ich wollte die Brücke nun entgültig hinter mich bringen und ging etwas schneller. Nico redete mir von hinten gut zu und so war es auch bald geschafft: die Hängebrücke war bezwungen. Juhuuu! Von nun an ging es weiter über den Waldweg zur zweiten Hängebrücke. Als wir dort ankamen sah diese etwas weniger bedrohlich aus als die erste. Schließlich misst diese auch "nur" 45 Meter und war damit deutlich kürzer als die erste. Auch hier ließ ich den Anderen wieder gerne den Vortritt und betrat gemeinsam mit Nico als letzter die Brücke. Diesmal wusste ich was auf mich zukam und so ging es nun schon etwas besser. Nico ermutigte mich in der Brückenmitte sogar einmal kurz stehen zu bleiben und die Aussicht zu genießen. Jedem anderen Wanderer hätte es nun wahrscheinlich die Sprache verschlagen - die Aussicht auf die Saaser Berge war einfach grandios - aber ich wollte einfach nur ankommen und runter von dieser wackeligen Brücke. Wieder langsam einen Fuß vor den anderen ging es weiter und ich hatte es bald geschafft: auch die zweite Brücke war bezwungen. Ich war sehr erleichtert und froh es geschafft zu haben. Ich hatte meinen inneren Schweinehund überwunden und war richtig stolz! Wir liefen nun ganz entspannt weiter ins Almagellertal und machten am rauschenden Almagellerbach eine ausgiebiege Pause. Meine Mutter entschied sich anschließend den Wanderweg nach Saas Almagell zu nehmen und dann mit der Seilbahn wieder nach Furgstalden zu fahren. Mein Vater, Nico und ich wollten den Erlebnisweg noch einmal gehen, um dann zum Abschluss auf Furgstalden lecker zu essen. Ja, ihr habt richtig gelesen: ich wollte (besser musste) die beiden Hängebrücken somit noch einmal gehen ;-). Aber ich dachte mir was ich einmal geschafft habe, schaffe ich auch ein zweites Mal. Und so war es auch - alles ging sogar noch besser und selbst über die Hängebrücken konnte ich schon mit etwas weniger Angst laufen. Wir brachten den Weg in einer knappen Stunde hinter uns und am Wegende empfing uns meine Mutter. Ich war stolz wie Oskar, reckte die Hände in die Höhe und konnte es gar nicht glauben, dass ich den Erlebnisweg "besiegt" hatte. Auf der schönen Sonnenterrasse des Restaurant Alpina gönnten wir uns alle ein leckeres Essen und kühle Getränke. Wir genossen den sonnigen Nachmittag und gingen später zu Fuß hinunter nach Saas Almagell. Ein anstrengender, aber doch schöner Tag lag nun hinter uns.

Freitag, 02.08.13 - Hannig, Saas Fee: Leider war heute bereits der letzte Tag unseres Urlaubes gekommen. Wir wollten noch einmal einen schönen Tag in Saas Fee verbringen. Bereits am frühen Morgen strahlte die Sonne warm und es konnte losgehen. Wir fuhren mit dem Bus nach Saas Fee und stiegen dort in die Seilbahn auf den Hannig. Die Seilbahn endet auf 2.350 m.ü.M. von wo aus zahlreiche Wanderwege starten. Wir entschieden uns für die Tour über den Gletschergarten bis hinunter nach Saas Fee. Immer die Mischabel-Gruppe, mit ihren über 4.000 Metern hohen Gipfeln, im Blick wanderten wir den schmalen Weg entlang. Wir staunten über den sehr nahen und gigantisch aussehenden Gletscher, die sportlichen Bergziegen, welche den Hang säumten und die wunderschönen Alpenblumen in den saftigen Wiesen. Es war mal wieder einer dieser grandiosen Sommertage im Wallis! Es war mittlerweile ganz schön heiß geworden und so machten wir Rast, aßen und tranken etwas und kühlten unsere Arme im kristallklaren Wasser des Torrenbaches zum Abschluss ab. Das tat gut! Gestärkt liefen wir weiter in Richtung Gletschermoräne und somit dem schattenspendendem Wäldchen entgegen. Auf der Moräne angekommen konnten wir die momentane Abbruchkante des Gletschers sowie den darunter liegenden Gletschersee bewundern. Das Wasser kam dort mit einer solchen Wucht in den See geschossen, dass man sich fragen muss wie schnell der Gletscher wohl zurückgeht. Wenn dort jeden Tag so viel Wasser herunter kommt, ist der schöne Gletscher in mehreren Jahren sicherlich wieder um ein gutes Stück geschrumpft. Unser Weg führte uns von nun an über angenehmen Waldboden, immer den Blick auf Saas Fee gerichtet, der Kneipp-Anlage des Ortes entgegen. Obwohl wir bereits am Anfang der Woche dort gewesen waren, wollten wir noch einmal das Fußbad im kühlen Nass genießen und unsere Füßen von der Wanderung erholen. Heute war es jedoch relativ voll an der Anlage, sodass wir nur einen kurzen Stopp einlegten und dann weiter zum Waldweg nach Saas Almagell spazierten. Auf dem Heimweg wollten wir noch einmal im Waldhüs Bodmen einkehren und uns zu unserem letzten Urlaubstag ein leckeres Essen gönnen. Und es schmeckte richtig lecker - mmhm! Wir stießen mit einem kühlen Bier auf den schönen Urlaub an und beendeten so unsere letzte Wanderung. Leider hat alles mal ein Ende...

Zuhause blicken wir auf sieben unvergessliche Tage im Saastal zurück. Uns fehlen die hohen Berge, die klare Luft und die süßen Murmeltiere.
DANKE an meine Eltern für diesen wunderschönen Urlaub!